Wien Josefstadt

Einige wichtige historischen Daten (Zeittafel)

1700 - 1800

1700 Marchese Hippolyto Malaspina verkauft sein Landgut Rottenhof an die Gemeinde Wien. Auf den zugehörigen Parzellen entsteht eine neue Vorstadt, die nach dem damaligen Kronprinzen "Josefstadt" benannt wird

1701 In dem 1697 gegründeten Piaristenkloster wird der Schulunterricht aufgenommen

1704 Zum Schutz der Wiener Vorstädte gegen die aufständischen Ungarn wird im Zuge des nachmaligen Gürtels eine Befestigung, der Linienwall, errichtet

1700 – 1720 Errichtung von Adelspalais mit Gärten in den Vorstädten Josefstadt, Alsergrund und Strozzigrund (heute nur mehr 4 erhalten: Auersperg, Damian, Schönborn, Strozzi)

1713 Errichtung der Mariensäule vor der Piaristenkirche zum Dank für das Erlöschen der Pest

1719 Gründung der Piaristenpfarre Maria Treu; ihr Sprengel umfasst die Vorstadt Josefstadt, die bisher der Schottenpfarre St. Ulrich unterstand

1720 Eröffnung des ersten Kaffeehauses in der Josefstadt (Lange Gasse 31).

1748 Eröffnung des Löwenburg-Konvikts neben der Piaristenkirche (besteht mit Unterbrechungen bis 1918)

1752 - 1753 Franz Anton Maulbertsch malt die Fresken in der Piaristenkirche, das bedeutendste Kunstwerk unseres Bezirks

1771 Weihe der Piaristenkirche Maria Treu (Baubeginn 1716)

1772 - 1777 Erbauung der Josefstädter Reiterkaserne (Erweiterung 1794, Neubau 1850-1853) zwischen Josefstädter Straße, Albertgasse, Florianigasse und Schönborngasse

1784 In das einstige, 1688-1698 erbaute Trinitarierkloster an der Alser Straße ziehen die Minoriten ein; Gründung der Pfarre Alservorstadt

1788 Eröffnung des Theaters in der Josefstadt. Verlegung des Wiener Findelhauses in die Alser Straße (Nr. 23), das dort bis 1910 bleibt

1789 Eröffnung der Löwen-Apotheke

 

1801 - 1900

1802 Schottenabt Benno gibt die Gründe am "breiten Feld" zur Parzellierung frei. Es entsteht die Vorstadt Breitenfeld

1804 Eröffnung der Albertinischen Wasserleitung mit Brunnen auf mehreren Plätzen

1829 Eröffnung des Blindeninstituts in der Blindengasse (besteht hier bis 1980)

1835 Die Privatkrankenanstalt "Confraternität" bezieht das Haus Skodagasse 32

1839 Erbauung des Landesgerichts auf dem Areal der einstigen bürgerlichen Schießstätte

1841 Das Zivilmädchenpensionat (Schule für Beamtentöchter) bezieht das Palais Strozzi (Josefstädter Straße 39) und bleibt dort bis 1919

1848 Revolution in Wien. Aufhebung der Grundherrschaften. Zusammentritt des ersten gewählten Wiener Gemeinderats

1861 Der bereits 1850 vorgesehene Zusammenschluss von Stadt und Vorstädten tritt in Kraft. Anstelle der einstigen Vorstädte gibt es nun Bezirke. Der 8. Bezirk ("Josefstadt") besteht aus den einstigen Vorstädten Josefstadt, Strozzigrund und Breitenfeld und Teilen der Vorstädte St. Ulrich, Altlerchenfeld und Alsergrund. Die gewählte Bezirksvertretung nimmt im Amtshaus Schmidgasse 18 ihre Tätigkeit auf.

1862 Eröffnung des Schönborn-Parks

1865 Eröffnung der ersten Pferde-Straßenbahnlinie im 8. Bezirk (Alser Straße)

1865 – 1873 Anlage der Gürtelstraße entlang der Außenseite des Linienwalls

1870 Freigabe des von der Universitätsstraße bis zum Schmerlingplatz reichenden Exerzier- und Paradeplatzes zur Verbauung (Rathausviertel)Verstaatlichung des Piaristengymnasiums

1894 Beginn der Demolierung des Linienwalls, Verbreiterung des Gürtels

1895 – 1898 Bau der Gürtel-Linie der Stadtbahn (mit Dampfbetrieb, seit 1925 elektrisch)

1898 Gründung der Pfarre Breitenfeld und Weihe der Breitenfelder Kirche

1899 Beginn der Elektrifizierung der Straßenbahn

 

1901 - 2000

1903 Eröffnung der Synagoge in der Neudeggergasse (zerstört 1938)

1903 – 1910 Abbruch der Reiterkaserne, auf ihrem Gelände entsteht ein neues Stadtviertel mit dem Hamerlingplatz

1908 Eröffnung der Handelsakademie (Schönborngasse/Hamerlingplatz)

1909 Errichtung des Direktionsgebäudes der städtischen Gaswerke (Josefstädter Straße 12)

1909, 1914 Eröffnung der beiden Gymnasien in der Albertgasse

1912 Eröffnung des neuen Amtshauses der Bezirksvorstehung auf dem Schlesingerplatz

1913 Eröffnung des Stadttheaters in der Skodagasse (Abbruch 1961)

1917 Das Österreichische Museum für Volkskunde bezieht das Palais Schönborn

1923 – 1924 Cesar Poppovits errichtet den Ludo-Hartmann-Hof (Albertgasse 13-17)

1931 – 1932 Erbauung des Studentenheims "Kardinal-Piffl-Heim" (Pfeilgasse 46)

1938 – 1945 NS-Zeit – 534 Hinrichtungen im Landesgericht

1944 – 1945 Bombenschäden

1945 Widerstandsgruppe im Palais Auersperg

1945 – 1955 Besatzungszeit; der 8. Bezirk gehört zur amerikanischen Besatzungszone

1959 – 1964 Marie Franc wird die erste Bezirksvorsteherin in der Josefstadt und damit auch in ganz Wien

1963 Gründung von "Vienna's English Theatre" (Josefsgasse 12)

1974 Fußgängerzone Jodok-Fink-Platz

1982 – 1983 Die Gemeinde Wien erbaut das Amtshaus in der Lerchenfelder Straße 4; Arkaden-, Albert- und Palastkino werden geschlossen

1984 Eröffnung des neuen Zentralgebäudes der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Josefstädter Straße 80

1989 Eröffnung des Tiger-Parks zwischen Lerchen- und Tigergasse

1992 Wiedereröffnung des Bezirksmuseums Josefstadt im renovierten Haus Schmidgasse 18.

1993 Eröffnung des Bezirksgerichts Josefstadt, Florianigasse 8

© Bezirksmuseum Josefstadt

 

 

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